Schwarze Punkte in den Fugen, ein dunkler Rand an der Silikonnaht: Schimmel im Bad ist häufig, weil hier täglich viel Feuchtigkeit entsteht. Kleine, oberflächliche Stellen können Sie selbst entfernen. Dieser Ratgeber zeigt, welches Mittel dafür taugt, warum Essig und Chlorreiniger keine gute Wahl sind und was hilft, wenn der Schimmel immer wiederkommt.
Stand: September 2026
Schwarze Punkte in den Fugen, ein dunkler Rand an der Silikonnaht: Schimmel im Bad ist häufig, weil hier täglich viel Feuchtigkeit entsteht. Kleine, oberflächliche Stellen können Sie selbst entfernen. Dieser Ratgeber zeigt, welches Mittel dafür taugt, warum Essig und Chlorreiniger keine gute Wahl sind und was hilft, wenn der Schimmel immer wiederkommt.
Stand: September 2026
Schimmel braucht Feuchtigkeit und etwas, wovon er leben kann. Im Bad findet er beides: Wasserdampf vom Duschen, der sich an kühlen Wänden und in Ecken niederschlägt, dazu Seifenreste und Hautschuppen in Fugen und auf Silikon. Wird zu selten gelüftet oder bleibt die Dusche nach dem Benutzen nass, reicht das schon.
Seltener steckt ein Schaden dahinter: eine undichte Silikonfuge, durch die Wasser hinter die Wanne läuft, eine gerissene Fliesenfuge oder eine undichte Leitung. Kommt der Schimmel an derselben Stelle trotz Lüften immer wieder, sollte die Ursache geprüft werden.
Das Umweltbundesamt nennt als Faustregel: Oberflächlichen Befall bis etwa einen halben Quadratmeter können Sie selbst beseitigen, sofern Sie keine Allergie, keine chronische Atemwegserkrankung und kein geschwächtes Immunsystem haben. Bei größeren Flächen oder wenn der Schimmel tief im Material sitzt, gehört die Sanierung in die Hände einer Fachfirma.
Tragen Sie beim Entfernen Handschuhe, am besten auch eine Schutzbrille und eine FFP2-Maske, und lüften Sie währenddessen gut.
Für glatte Flächen wie Fliesen empfiehlt das Umweltbundesamt 70- bis 80-prozentigen Alkohol, zum Beispiel Brennspiritus oder Isopropanol aus Drogerie und Apotheke. Er tötet den Schimmel ab und verdunstet danach rückstandsfrei. Wichtig: Alkohol ist brennbar. Nur kleine Mengen verwenden, nicht rauchen, keine offene Flamme, Fenster auf.
Essig steht in vielen Hausmittel-Listen, das Umweltbundesamt rät aber davon ab: Kalkhaltige Untergründe wie Fugenmörtel und Putz neutralisieren die Säure, und was vom Essig zurückbleibt, kann dem Schimmel sogar als Nahrung dienen. Silikon wird durch Säure außerdem schneller porös.
Chlorhaltige Schimmelentferner bleichen die Flecken zwar sichtbar aus, belasten aber die Atemluft, und das gerade in kleinen Bädern ohne Fenster. Wer sie trotzdem verwendet:
Gut zu wissen: Chlor bleicht nur. Sitzt der Schimmel tief in der Fuge, ist er nach ein paar Wochen wieder da, und farbige Fugen können sich dauerhaft verfärben.
Bei Silikon sitzt der Schimmel selten nur auf der Oberfläche. Er wächst in das weiche Material hinein, deshalb kommen die schwarzen Punkte nach dem Abwischen bald zurück. Dauerhaft hilft nur, die Fuge vollständig zu entfernen, den Untergrund mit Alkohol zu reinigen, trocknen zu lassen und neu zu verfugen. Wie das geht, zeigt unser Ratgeber Silikonfugen erneuern. Wer das nicht selbst machen möchte: Bei der Fugensanierung entfernen und behandeln wir den Schimmel gleich mit.
Schimmel kommt nicht wieder, wenn ihm die Feuchtigkeit fehlt. Darauf kommt es an:
Kommt der Schimmel trotz Lüften und neuer Silikonfuge zurück, liegt es oft an den Fugen selbst: Alte Fliesenfugen sind porös, saugen Wasser auf und trocknen kaum noch ab. Dann hilft es, die Angriffsfläche zu verkleinern.
Bei feuchten Wänden, muffigem Geruch oder Befall hinter der Wanne sollte zuerst die Ursache gefunden werden. Das sehen wir uns bei der kostenlosen Besichtigung an.
Schritt für Schritt: alte Silikonfugen entfernen und sauber neu ziehen.
Unser Leitfaden über die Faktoren von Badsanierung Kosten
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